Jagd auf den Rotfuchs

Ansitzjagd

Der Ansitz auf den Fuchs erfolgt am bekannten Pass, am befahrenen Bau und am Luderplatz. Möglichst genaue Kenntnisse der Fuchspässe erhöhen die Erfolgschancen.

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Die frühen Morgenstunden sind günstiger als der Abend, da sich der Fuchs am Morgen doch mal verspätet und dann an der Wald-Feldkante, an einer Dickung oder am Feldgehölz erlegt werden kann. Helle Mondnächte werden zum Ansitz an frisch gepflügten Feldern, Stoppeln oder Waldwiesen genutzt. Am Bau lohnt es sich, in guter Schussweite eine Leiter oder

Kanzel zu errichten. Beschossen sollte der Fuchs nur dann werden, wenn er weit genug von der Röhre entfernt ist und der eventuell krank geschossene Fuchs nicht mehr den Bau erreichen kann. Während der Ranzzeit ist ein ganztägiger Ansitz am Bau Erfolg versprechend. Bei Beachtung der seuchenhygienischen Vorschriften können Luderplätze bzw. Luderschächte zur Fuchsbejagung angelegt werden. In der Nähe von einem Bach angelegt, einen möglichst hellen Hintergrund wählen, das ganze Jahr mit Aufbrüchen oder ähnlichem beschickt und dazu eine Kanzel errichtet, ist fast mit regelmäßigen Erfolgen zu rechnen.

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Die Reizjagd

Bei der Reizjagd werden Laute beliebter Beutetiere des Fuchses nachgeahmt, z.B. der Angstschrei des Hasen. Wichtig dabei ist, dass der Jäger diese Laute möglich genau imitiert. Die Hasenklage lockt den hungrigen Fuchs auch über größere Entfernung, bei kürzeren Distanzen reicht das Mäusepfeifen. Windstille, verschneite, mondhelle Nächte oder frostklare, sonnige Tage eigen sich besonders für diese Jagdart. Beim Reizen ist wichtig, viel sehen, aber nicht gesehen werden. Lichte Altholzbestände, Dickungs- oder Waldränder sind die günstigsten Jagdorte. Bei entsprechender Übung kann diese Jagdart sehr erfolgreich sein.

Fuchsdrücken

Die früher häufig mit zwei bis drei Jägern und einem Treiber durchgeführte Fuchsdrücken sind etwas in Vergessenheit geraten. An bekannten Fuchsdickungen werden nur die Pässe bei strikter Beachtung der Windrichtung und Deckung mit Schützen besetzt. Der Treiber oder die Treiber gehen durch die Dickung. Gut geeignet sind sonnige Wintertage nach einer Neuen. Der Erfolg hängt davon ab, wie ruhig und unbeweglich die Schützen vorstehen.

Bodenjagd bzw. Baujagd

Die Boden- bzw. Baujagd ist mit einem bzw. zwei Hunden die erfolgreichste Methode mit der Flinte auf den Fuchs. Genaue Kenntnisse der Baue, ein gutes Fuchsbaukataster und absolute Ruhe am Bau sind für einen Erfolg Voraussetzung. Hundeführer und Jäger nähern sich unter Wind dem Bau nicht weiter als 15 bis 20 Meter. Vorher ist festzulegen, welcher Schütze welche Röhre beobachtet. Wenn der geschnallte Hund ohne Zögern im Bau verschwindet, ist damit zu rechnen, dass darin ein Fuchs steckt. Kunstbaue sind gut geeignet. Sie haben den Vorteil, das beim Vorliegen des Hundes durch die genaue Lagekenntnis des Kessels und des Röhrenverlaufes ohne Graben der Fuchs zur Strecke kommen kann.

Fallenjagd

Die weidgerechte Durchführung der Fallenjagd ist ein Ergänzung, wenn es darum geht den Fuchsbesatz deutlich zu reduzieren. Bei Beachtung der landesrechtlichen Bestimmungen zur Fangjagd sind Lebendfangfallen wie z.B. Betonrohrfalle oder Kastenfalle besonders geeignet. Die Fangjagd kann nur der Jäger ausüben, der sein Fangvorrichtungen mindestens einmal täglich kontrollieren kann.

Die Baujagd ist die erfolgreichste Methode, um den Fuchs vor die Flinte zu bekommen und seinen Besatz merklich zu reduzieren.


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