Der Feldhase

Um den Hasen, bekannt auch unter Mümmelmann, Krummer oder Meister Lampe, ranken sich viel Tiergeschichten und Fabeln. Auch Begriffe aus dem täglichen Sprachgebrauch weisen auf eine Bekanntheit des Hasen hin, wie das „Hasenpanier ergreifen“, „die Ohren anlegen“, „Angsthase“ oder „Hasenfuß“. Je nach Vorkommensorten wird er von den Jägern als Feld-, Wald- oder Heidehase bezeichnet. Zoologisch ist das ber nicht zu begründen. Der Hase wurde lange Zeit intensiv bejagt, galt er gerade doch in den Feldrevieren bis etwa in den 70er Jahren als die häufigste und produktivste Wildart. Seit dieser Zeit ist ein Abwärtstrend zu beobachten.

Der Feldhase, pixabay.com

Der bis zu sechs / acht kg schwere Hase hat einen langgestreckten,. Fast stromlinienförmigen Körper. Er wird etwa 50 bis 60 cm lang, Die Löffel erreichen ein Länge von 10-12 cm, die Blume (Schwanz) etwa 10 cm. Die relativ schlanken Vorderläufe haben fünf Zehen mit Krallen, die Hinterläufe sind nur mit vier Zehen ausgestattet. Die starken Hinterläufe haben eine hohe Schnellkraft. Dadurch kann der Hase hoch und weit springen und eine hohe Fluggeschwindigkeit entwickeln. Diese Ausstattung und die sehr flexible Wirbelsäule ermöglichen dem Hasen auch das typische „Hakenschlagen“.

Der Hase hat ein dichtes Fell (Balg) mit feinem wolligen Unterhaar und spärlichen Grannenhaaren. Der Balg ist auf dem rücken rötlich bis hellbraun, die Bauchseite hell gefärbt. Charakteristisch für die Blume ist eine schwarze Ober- und eine weiße Unterseite. Die Oberlippe verfügt über lange, kräftige Tasthaare. Das Haar wird im Frühjahr und im Herbst gewechselt. Für die Ohren (Löffel) ist eine schwarze Spitze kennzeichnend. Eine Besonderheit beim Hasen ist die gespalten Oberlippe (Hasenscharte) sowie die großen seitwärts gerichtet gelblichen Seher mit schwarzer Pupille. Hasen betreiben eine intensive Fellpflege mit Pfoten und Zähnen. An den Wangen verfügen sie über spezielle Duftdrüsen. Bei wird das Sekret auf die Pfoten übertragen und hinterlässt in der Spur eine spezielle Duftnote. Alter und Geschlecht lassen sich in freier Wildbahn kaum ansprechen. Die Größe des Tieres kann Hinweise auf Alt- oder Junghase geben. Auch am Verhalten der Hasen kann teilweise auf das Geschlecht geschlossen werden. Häsinnen drücken sich länger bevor sie flüchten. Äußerlich sind die Geschlechter sehr ähnlich. Unterscheiden kann man sie (erlegt) an den aufstülbaren Geschlechtsteilen – beim Rammler (männlich.) erscheint eine Rute, bei der Häsin ein offener Spalt. Der Hase wird bis zu 12 Jahre alt. Untersuchungen haben gezeigt, dass nur etwa 15 % des Besatzes das zweite Lebensjahr erreichen. In ungünstigen Revieren sterben bis zu 80% aller Junghasen im ersten Sommer.

 

Lesen Sie im nächsten Beirag „Der Feldhase- Teil II – Lebensweise und Lebensraum“.

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