Anlage und Pflege von Wildwiesen

Wildwiesen bieten dem Wild Äsung, Deckung und Ruhe. Sie können diese Funktionen aber nur erfüllen, wenn die Größe und Lage sowie die vorhandene Pflanzen den Bedürfnissen der im Revier vorkommenden Wildarten entsprechen. Was muss also bei der Anlage und Pflege von Wildwiesen beachtet werden.

Nach Möglichkeit legen wir neu anzulegende Wildäsungsflächen im Waldrevier in die zukünftigen Einstände an. Ohne Licht ist alles nichts, lautet das oberste Gebot. Deshalb gilt es Äsungsflächen in Nord-Süd-Richtung anzulegen und eine Dreickecksform zu wählen. Dabei gilt die lange Seite der Dreiecksform zeig gen Süden. Damit hat die Wildwiese eine zeitlich lang gesehen Lichteinfall und der Pflanzenwuchs wird sich auf der Wiese verbessern.

Ein gut gewählter Standort zeichnet sich auch dadurch aus, wenn im Tageseinstand im direkten Umfeld Masttragende Baumarten, wie z.B. Kastanien oder Eichen sind. Die Attraktivität der Wildwiese wird auf jedem Fall steigen. Wildwiesen mit ungenügendem Lichteinfall trocknen im Herbst nicht mehr richtig ab. Sie sind stets Taunass und sollten deshalb im Herbst noch einmal gemäht werden. Wildwiesen mit Blumen- und Kleemischungen stellen eine ausgezeichnete Äsung für Rehwild dar. Daneben erfreuen sich Insekten und zuletzt wir Jäger an den Farbtupfern in der Naturlandschaft.

Wildackermischungen

Wildackermischungen bieten nicht nur dem Wild, sondern auch zahllosen Kleintieren und Insekten einen attraktiven Lebensraum. Diese sorgfältig zusammengestellten Saatgutmischungen sind artenreich und ökologisch besonders wertvoll. Die Wildackermischungen eignen sich auch zur Einsaat als Zwischenfrucht auf landwirtschaftlichen Flächen sowie zur Ackerrandstreifengestaltung. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, muss das Saatbeet gut vorbereitet sein.

Diese Zusammenstellung bester Kleearten und wertvoller Heilkräuter bietet Hasen, Rehen, Rebhühnern und Fasanen attraktive Äsung über mehrere Jahre. Durch die niedrige Wuchshöhe bis 60 cm und lockere Pflanzendichte wird insbesondere Niederwild angezogen. Jungwild werden sonnige Einstände geboten, Bodenbrüter finden Nistmöglichkeiten und trockene Huderplätze.

Neben der Flächensaat eignen sich diese Feinsämereien auch zur Einsaat kleinerer Flächen per Hand, um attraktive Vegetationsinseln zu schaffen und so den Lebensraum zu verbessern. Mischung bestehend aus Inkarnatklee, Schwedenklee, Hornschotenklee, Rot-, Weiß- und Gelbklee, Perserklee, Alexandrinerklee, Esparsette, Serradella, Luzerne, Schafgarbe, Spitzwegerich, Löwenzahn und Ringelblume.

  • Aussaatzeit April bis August
  • Aussaatmenge 20 kg/ha
  • Aussaattiefe 0,5 – 2 cm
  • Keimdauer 14 – 21 Tage
  • Wuchshöhe bis 60 cm
  • Nutzungsdauer mehrjährig

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